Black Flame
Get Ready
LENNY MAC DOWELL
pop,electronic,lounge
CD 88602
EUR 5,00



Texte  Sound 

Mit der neuen Produktion „Get Ready“ erforscht Lenny Mac Dowell, damals wie heute, immer wieder auf andere Art und Weise die Frage, wie man Flöte als klassisches Instrument in eine popige Umgebung einbettet. Wie verbindet man Flöte mit afroamerikanischen Stilen wie Funk und Soul, wenn man selbst keine afroamerikanischen Wurzeln und ein differenziertes Musikverständnis hat? Wie findet die eigene Kultur am besten und mit der größtmöglichen Harmonie Einzug in eine solche Umgebung? Dies musikalisch zu ergründen wird Lenny Mac Dowell nicht müde.

Für die aktuelle Platte holt Mac Dowell sich alte Freunde und Bekannte vergangener Tage wieder mit an Bord. Allesamt Weltklassemusiker von denen er glaubt, sie können den Stil, die back-to-the-roots Ideologie und das live-Feeling mit aufleben lassen. Die in vier verschiedenen Studios aufgenommene Produktion „Get Ready“ bewegt sich stilistisch im Bereich groovy, jazzy, souly, funky. Oder wie Lenny es selbst beschreibt: „Es ist Livestyle-Musik, die in unsere Zeit passt. Nicht unbedingt ruhig und ein bisschen B.B. King-mäßig.“ „Get Ready“ ist eine Mischung aus Elektronik mit Live-Instrumentierung wie Bass, Tasten, Gitarre, Flöte, Perkussion und Gesang.

Eine besondere Reunion ist die Tatsache, dass Christoph Spendel einen Großteil der Tasten eingespielt hat. Spendel und Mac Dowell realisierten 1987 in einer Kollaboration die erste Platte, die auf Blue Flame veröffentlicht wurde: „Autumn Breath“. Und damit ist der Bogen von den Anfängen Mac Dowell‘s zu „Get Ready“ perfekt gespannt. Zusätzlich erinnern fast alle vertretenen Musiker an frühere gemeinsame Kollaborationen oder Solo-Projekte die auf Blue Flame veröffentlicht wurden. Den Gitarrensounds haucht der Virtuose Peter Schick von Agua Loca Leben ein. Nicola Materne von Sphere leiht der Produktion für den Track „Liar“ ihre coole Stimme und Andreas Spieß, Bassist der Berliner Kombo Orientation, sorgt für tiefe Baselines. Lars Fasbender, ein alter Weggefährte Mac Dowell‘s aus der Freiburger Szene greift mit der Rhythmus-Gitarre in die Saiten. Lenny nahm mit ihm einige seiner ersten Produktionen,“ Balance of Power“, „Flying Torso“ und „The Farthest Shore“, auf. Carola Kretschmer, Gitarristin der ersten Stunde von Udo Lindenberg, macht die Gitarrenbesetzung perfekt.

Fragt man Mac Dowell nach Sinn und Bedeutung das Albumtitels „Get Ready“, so erhält man als Antwort simpel und treffend: „Der Titel hat keinen philosophischen Tiefgang. ‚Get ready‘ bezeichnet einfach Musik die Spaß macht. Bereit sein für den Groove. Einfach die Platte in den Player und es geht mit über 73 Min. los.“

Der Titel „To Remember“ liegt Lenny Mac Dowell besonders am Herzen. Gemeinsam mit Carola Kretschmer eingespielt, erinnert er an die gemeinsame musikalische Vergangenheit der beiden Musiker aus der Hannoverschen Zeit. „To Remember“ ist eine einzigartige Kombination aus elektronischen Sounds und Live-Instrumentierung, die so nie ausschließlich mit Synthies möglich wäre. Wunderbar warm hört man die Finger beim Griffwechsel über die Gitarrensaiten flanieren und hat das Gefühl, die Gittaristin sitze direkt neben einem.

Mit dem Cover „The Ghetto“, der im Original von Donny Hathaway ist, bleibt Mac Dowell seinem Konzept treu, auf jeder Veröffentlichung ein Remake eines bekannten Stückes einzubinden. Neu arrangiert wurde der Titel von Christoph Spendel und Lenny Mac Dowell, selbst bekennender Hathaway-Fan, produzierte und remixte den Track in seiner unnachahmlichen Art. „Far Away“ macht als kurzes Interlude einen Ausflug in die klassische Zeit aus denen die Produktionen “Balance of Power“ und „The Farthest Shore“ stammen. In seiner eigenen Interpretation des Titels „Bouree“ von Johann Sebastian Bach nutzt Mac Dowell ein breites Spektrum an Flötensounds, von Bass- über Alt- und Konzert-Flöten.

From then till now:
Lenny Mac Dowell’s musikalische Veröffentlichungslaufbahn begann im Jahr `78, als er auf dem Album „Flute Power“ eine auf rockig getrimmte Instrumentalversion von Jethro Tull’s „Locomotive Breath“ interpretierte. Hiermit gelang ihm ein wochenlanger Direkteinstieg in die Charts. 1979 veröffentlicht Mac Dowell „Flexible“, zwei Jahre später kommt eine Liveplatte (1981). Mit „Magic Flute“, 1983 als erste Rock-Direktschnittplatte überhaupt produziert, gelang ihm der Durchbruch. Die Musikmagazine „Audio“ und „Steroplay“ betitelten Lenny Mac Dowell als „Rockflötist Nummer Eins in Deutschland“. Nach zahllosen Tourneen mit den Musikern der Band „Birth Control“ Manni von Bohr, Horst Stachelhaus oder Zeus B. Held und nochmaligen Ausflügen zu Major-Produktionen mit Musikern wie Pete York (Spencer Davis) und Wolfgang Schmid (Passport) beschloss Mac Dowell, sein eigenes Label „Blue Flame Records“ zu gründen.

Eine Ära musikalischen Experimentierens wurde fortgesetzt - unter eigener Regie. Nach „Flying Torso“ kam mit „Balance of Power“ ein Ausflug in esoterische Gefilde - feinste Meditationsmusik mit New Age-Elementen. Auch „The Farthest Shore“ findet sich im meditativ-ruhigen Eso-Bereich wieder. 1987 veröffentlichte Lenny Mac Dowell „Autumn Breath“ in einem Kollaborationsprojekt mit Christoph Spendel und re-releaste vergangene Veröffentlichungen im Laufe der 90er nochmals unter eigener Flagge.

Mit dem Projekt „Blue Planet“ kreiert Lenny Mac Dowell musikalische Experimente im Ethnobereich. Flöte mit arabischen und perkussiven Elementen und Musikern wie Hakim Ludin oder Dhafer Yussef „Peace for Kabul“ war dabei ein Ausflug in orientalische Gefilde, bei „Masala“ experimentiert Mac Dowell auf indisch. Als Produzent gelang Lenny Mac Dowell sich durch Produktionen mit der usbekischen Sängerin Yulduz Usmanova, Mokhira oder Nasiba bis hin zu vielen Compilations auch auf diesem Gebiet einen Namen zu machen.

Bevor im Jahre 1978 die erste Produktion veröffentlicht wurde, spielte Lenny Mac Dowell zu Zeiten seines Musikstudiums in Freiburg zusammen mit Zigeunermusikern wie Mecky und Zipflo Rheinhardt und vielen anderen Formationen, die teilweise im Funk, Soul und Jazz zu Hause waren. Mit „Launch Control“ geht Lenny Mac Dowell wieder zurück zu diesen Wurzeln, als er begann mit Flöte und Jazz zu experimentieren. Diese Produktion läutet auch die aktuelle Veröffentlichung „Get Ready“ mit ein, in der Mac Dowell‘s Wurzeln aus Jazz, Funk und Soul wieder aufleben.

Musikalische inspiriert fühlt Mac Dowell sich vor allem von Künstlern wie Jeremy Steig oder Roland Kirk. Auch Herbie Man, dessen Nummer „Memphis Underground“ er auf „Launch Control“ einen frischen Anstrich verpasste, zählt Lenny zu seinen Einflüssen.

Track List: 01 The Ghetto - Remix by Lenny Mac Dowell 5:37, 02 Liar 8:07, 03 Is It Funky 6:46, 04 Get Ready 5:34, 05 Bouree 3:45, 06 To Remember 7:35, 07 Heaven 7:43, 08 La Changa - Spanish Remix 6:49, 09 Far Away (Interlude) 2:18, 10 With A Little Smile 6:54, 11 Scandic 5:47, 12 Diamond Touch 6:13

Also available: “Launch Control” Black Flame/rough trade 317.8850.2






Quicktime Video

Medium Size (320x240, 15fps)
Small Size(160x120, 10fps)




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